Ich liiiebeee es, zu Testessen zu gehen. Warum? Weil ich unfassbar gerne esse und weil ich von solchen Events sehr lange zehre. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass ich zum Restaurant Chino Latino Testessen eingeladen worden bin. Das Restaurant liegt im Kölner Rheinauhafen und ist laut des Prinz-Guides das beste asiatische Restaurant in Köln. Für uns galt es dieses Urteil zu überprüfen.

Das Chino Latino Restaurant gehört zum Art Hotel in Köln und wurde vor wenigen Jahren restauriert. Ich muss sagen, auch wenn ich nicht immer auf so moderne Restaurants stehe und es auch gerne urig mag, ist das Design Konzept toll und die Idee ist komplett aufgegangen. Was ich persönlich schön finde, man fühlt sich nicht wie in einem Hotelrestaurant. Denn das ist oft das Todesurteil von Hotel-Restaurants.
Nun aber zum Essen…
Ich bin völlig unvoreingenommen in den Abend gestartet. Ich wusste aus der Einladung und aus ein bisschen Recherche, dass das Restaurant kulinarisch verschiedene Ansätze kombiniert. Das finde ich einerseits super andererseits auch mutig. Schließlich kennt jeder das Phänomen, wenn es beim Bestell-Chinesen noch mexikanisches, italienisches und spanisches Essen gibt. Da ich aber wusste, dass dieses Essen vom Niveau her nicht im Ansatz mit dem des Bestell-Chinesen zu tun hat, war ich umso gespannter.

Es begann mit einem wirklich köstlichen Cocktail mit – Basilikum. Hört sich komisch an, war aber der beste Cocktail, den ich in diesem Jahr getrunken habe.
Im Anschluss gab uns der Küchenchef Darrick Carter, der aus den USA stammt, einen Einblick in die Philosophie des Restaurants. Die Kombination von verschiedenen kulinarischen Ansätzen ist gewagt ohne gekünstelt zu wirken. Die Kombinationen schmecken fantastisch ohne wirr und konzeptlos zu sein.


Zunächst einmal bekamen wir ein Potourri an unfassbar leckeren Sushis. Die Auswahl ging deutlich über die 0-8-15-Variante hinaus. Es gab frittierte Sushi. Die Sashimi-Qualität war unglaublich gut. Ich mag nämlich nur Sushi, wenn man den Fisch null schmeckt. Das genau war der Fall. Und wie gesagt, ich stehe eigentlich nicht auf Sushi – aber diese Auswahl und die gebotene Qualität hat mich wirklich beeindruckt.


Nun gibt es zu meinem persönlichen Höhepunkt: Steaks. Ich esse momentan fast kein Fleisch – außer ich weiß, dass es sich um gutes Fleisch und hochwertiges Fleisch handelt. Und da war ich mir in diesem Fall sehr sehr sicher. Umso mehr habe ich mich darauf gefreut, richtig gutes Steak zu essen. Nachdem uns der passionierte Küchenchef durch die Wissenschaft der guten Zubereitung führte – was wirklich super interessant war – kamen wir in den Genuss von drei verschiedenen Steaks: deutsches Steak, amerikanisches Steak und ein japanisches Steak vom Kobe-Rind. Alleine das Fleisch war einmalig gut. Was das Ganze perfekt gemacht hat, waren aber die einmaligen Sossen, die über die typische BBQ-Soße hinausgingen.

Mein Fazit zum Thema Steak: Das deutsche Steak ist mit Abstand das Schlechteste 🙂 Das Steak vom Kobe-Rind ist mit Worten nicht zu beschreiben. Es zergeht auf der Zunge und ist sehr geschmackvoll – ohne nach „Tier zu schmecken“.
Zusammenfassend kann ich sagen: Das Chino Latino ist definitiv einen Besuch wert. Das Essen ist ungewöhnlich lecker und von einer super Qualität. Außerdem finde ich es toll, dass Gemüsesorten eingesetzt werden, die man sonst so eher selten bekommt, wie z.B. Maniok oder Pak Choi. Alles in allem war es ein toller Abend für den ich mich hiermit nochmal bedanken möchte 🙂