ARD: Nun darf Störenfried zu Gottschalk Live

Die Nachricht, dass der Störenfried, der am Sonntag Günther Jauchs Talkshow stürmte, nun zu Gottschalk Live darf, hat mich erstaunt. Meines Erachtens hat Günther Jauch die Situation am vergangenen Sonntag sehr professionell gehandhabt. Auch wenn er dem „Talk-Flitzer“ keine Plattform bot, ließ er ihn nicht kommentarlos herauswerfen. Zusammen mit 90 anderen Schauspielschülern wird der wütende Schüler heute Abend bei Gottschalk Live seinem Ärger Luft machen. Das Projekt ist die „66 Träume“-Aktion. Die Schüler sind sauer über den zuvor zugesagten Neubau ihrer Schule, der letztlich lediglich in einer Sanierung eines alten Standorts endete. An sich ein Ärgernis, das auch mich wütend machen würde. Allerdings finde ich es seltsam jemandem eine Plattform zu bieten, der bei demselben Sender vier Tage zuvor eine Sendung für seine Zwecke missbraucht hat.  Vielleicht zeugt es aber auch von Stärke, genau dieser Person mal zuzuhören. Allerdings scheint die neue Strategie von Gottschalk Live ein wenig wie der Versuch die Titanic vor dem Ertrinken zu retten, nachdem sie bereits gegen den Eisberg gefahren ist. 

Vielleicht verspricht sich die ARD von dem Krawallo ein paar Zuschauer. Doch mittlerweile müsste die ARD wissen, dass diese Zuschauer keine Stammzuschauer sein werden.

(Foto by wikipedia)

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